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Oktober 2024

Ausstellung & Lesung. 

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Visions of China

Wer den Film  „Willkommen Mister Chance“ (Peter Sellers) kennt,  der ahnt es, wer nicht, sollte nachsehen oder- lesen.

Also: Einen Tag nach Ankunft hatte ich eine Dichterlesung zusammen mit dem derzeit angesagtesten chinesischen Dichter und eine erste Ausstellung meiner Blau Gelben Bilder in China  ( blau gelb oder die Vernichtung der Wahrheit durch die Wirklichkeit) – bei der Gelegenheit bekam ich dann erklärt, meine große Ausstellung 2021 ( Auslöschung) sei im Internet und von einer Fachjury zur besten Ausstellung in 21 für gesamt China gewählt worden. Und dann bekam ich einen internationalen Kulturpreis für meine Kunst und Literatur/Dichtung.

Die darauffolgenden Tage wurde ich in Teile von Chinas Kulturelite eingeführt und lernte dabei neben Kritikern , Verlegern , Künstlern , Schauspielern den zur Zeit bedeutendsten chinesischen Philosophen kennen. Einführen heißt in meinem Fall,  dass ich ins kalte Wasser geworfen und gleich in die Diskussionen eingebunden wurde. An dieser Stelle unendlich Dank an meine Frau Dan,  die exzellent und geduldig  übersetzte und auf diese Weise ein Stück von sich selbst wiederfand. ( Sprache und Literatur hat sie studiert) . Lohn der Angst: Ausstellungen nächstes Jahr in Tokio , Barcelona , USA.

Zum Abschluss gab es noch zwei weitere Ausstellungen (Gruppe) eine davon in 798-  dem Ausstellungszentrum in Peking. Dann waren wir natürlich für ein paar Tage auch bei der Familie in Wenshan .

Zurück zu Mister Chance.

Ich hatte letztes Jahr den Chef vom internationalen chinesischen Journalistenverband Chen Tao kennen gelernt und ihn immer mal wieder Texte von mir geschickt. Insofern wunderte mich seine Einladung zu einem Treffen nicht wirklich. Dann aber wurde das Treffen auf die Zentrale aller chinesischen Medien in Peking gelegt.  

 

Und plötzlich bist du mitten drin. Und es war nicht Chen Tao sondern der Stellvertreter vom Big Boss der Verbände ( der sich entschuldigen ließ ) mit einem Team von 8 Leuten. Und ich wurde gefragt zu D, Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft usw. – wir sprachen völlig offen auch über die wirtschaftlichen  Probleme in China –  auch hinsichtlich Westen, – Taiwan- und ich wurde um meine Meinung gebeten.

Danach teilte man mir mit, dass man sich sehr freuen würde, wenn ich mit meiner Familie China bereisen und darüber berichten würde. Mit aller Unterstützung versteht sich.

Nach vielleicht 2 Stunden zur Kantine und danach zum nächsten Event.

Na ja, zurück in D denke ich, dass es einen Grund für das alles geben sollte. Und wenn ich hier in D jemanden auf Nachfrage erkläre , ich sei ein Dichter und Nachdenker, dann kann ich gleich erklären, ich sei ein Idiot. Und dann fällt mir ein, wie ich in China auf einem lächerlichen Pappbecher einen Schriftzug entdeckte und auf Anfrage ein wunderschönes Gedicht übersetzt bekam.  Vielleicht ist der  deutschen größtes Drama und Niederlage,  ihre eigene wunderbare Kultur verleugnen und vergessen zu müssen.

Gerd Leins

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